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Presse 2

                   FCM-Kicker setzen sich vor „Finale“ in ein

                                geheimes Trainingslager ab

Besondere Aufgaben erfordern zuweilen besondere Maßnahmen: Vor dem alles entscheidenden Heimspiel gegen den FC St. Pauli – ein Sieg würde den Aufstieg in die 2. Bundesliga bedeuten – beziehen die Fußballer des 1. FC Magdeburg ab heute Nachmittag bis zum Sonnabend (Anstoß 14 Uhr) ein geheimes Trainingslager.
Magdeburg. Es ist das erste Mal, dass sich Chefcoach Dirk Heyne seit seinem Amtsantritt als Trainer im Jahr 2003 mit der Mannschaft vor einem Heimspiel „abseilt“. Der Hintergrund ist klar: Die Spieler sollen sich in Ruhe auf den Saison-Höhepunkt vorbereiten können und nicht abgelenkt werden. „Der Vorschlag kam aus der Mannschaft. Ich kann das voll nachempfi nden, denn es herrscht ja zurzeit wirklich nicht der normale Tagesablauf. Ich habe mir am Pfi ngstmontag ein paar Unterkünfte angeschaut und hoffentlich das Richtige gefunden“, sagte Heyne, der die Stunden bis zum „Finale“ wie folgt beschrieb: „Die Spieler werden sicherlich nicht nur auf der Bude hocken, sondern die sportliche Leitung hat alles durchgeplant und ein entsprechendes Programm vorbereitet. Natürlich wird am Freitag auch trainiert.“
Alle 24 Akteure fahren heute mit, am Freitag reisen allerdings diejenigen wieder ab, die nicht im 18er-Kader stehen. Dazu gehören auf jeden Fall der gelb-rot-gesperrte Mittelfeld-Regisseur Kais Manai und Stürmer Christopher Kullmann, der beim 2:4 in Emden seine fünfte Gelbe Karte erhielt und somit ebenfalls zuschauen muss. Weitere verletzungsbedingte Ausfälle sind derzeit nicht zu beklagen.
Heyne geht mit dem Trainingslager auch der Gefahr aus dem Weg, dass die Spieler in der Öffentlichkeit immer wieder angesprochen und möglicherweise verunsichert werden. „Es stört mich einfach, dass die Situation insgesamt zu wenig positiv gesehen wird. Wir wissen selber, wie schwer es wird mit der Qualifikation für die neue dritte Liga im nächsten Jahr, wenn wir den Aufstieg jetzt nicht packen sollten“, reagierte der 49-Jährige leicht gereizt.
Heyne ist sich natürlich im Klaren darüber, dass in diesen Tagen viel von ihm selber abhängt, ob und wie er die Akteure anspricht. „Wir müssen locker bleiben und dennoch konzentriert weitermachen, nicht verkrampfen. Das versuche ich rüberzubringen.“
Geschenke vom Gegner erwartet weder Heyne noch die Mannschaft. St. Paulis Trainer Holger Stanislawski hatte seinen „Aufstiegs-Helden“ nach dem 2:2 gegen Dynamo Dresden zwar drei Tage trainingsfrei gegeben, aber gleichzeitig betont: „Wir ziehen bis zum Ende voll durch.“ Heyne glaubt: „Die werden bei uns offensiv und selbstbewusst auftreten.“
Übrigens: Zuletzt hatte Hansa Rostock mit seinen geheimen Trainingslagern durchschlagenen Erfolg. Sowohl vor dem Spiel bei 1860 München als auch beim „Saisonfi nale“ gegen Unterhaching war man auf „Tauchstation gegangen“. Das Ergebnis ist bekannt: Es gab zwei Siege und den Aufstieg ...

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